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SPRINT-SIEG FÜR ALBAN LAKATA

von Philipp Schneider

Weltmeister Alban Lakata holte zum dritten Mal den Sieg beim Rothaus Hegau Bike-Marathon.

Nicht nur heiß, sondern auch hauchdünn war die Luft zwischen den beiden Konkurrenten, Alban Lakata und Samuel Gaze, bei der 14. Auflage des Rothaus Hegau-Bike Marathons in Singen.

Von Anfang an hielten die Herren das Tempo hoch. Schon nach wenigen Kilometern wurden immer wieder Attacken gefahren und einzelne Fahrer versuchten vom Feld wegzukommen. Bereits in der ersten Runde, in einem Anstieg, gelang es dem amtierenden Weltmeister gemeinsam mit dem neuseeländischen U23-Fahrer aus der Spitzengruppe abzusetzen. Sie gaben ihre Führung nie mehr ab und schafften es ihren Vorsprung weiter auszubauen. 

„Ich habe mich gut gefühlt und die Strecke liegt mir“, sagt Lakata. „Dreimal  habe ich hier jetzt schon gewonnen. Da hat man dann, auch im Hinblick auf die WM im nächsten Jahr, noch mehr Druck.“ Für Sam Gaze hingegen war der Marathon ein schwerer Kampf. „Es war ein super Rennen, aber auch echt hart“, meint der 20-Jährige, der das Rennen vor allem als Training für den kommenden Weltcup in Albstadt nutzte.

Überraschender Dritter wurde der Schweizer Jérémy Huguenin. Er war die meiste Zeit alleine unterwegs. Das ständige Auf und Ab der Strecke machte ihm zu schaffen und kostete ihm viel Kraft. Diese reichte dennoch um seinen Eidgenossen Urs Huber (Team Bulls) auf Rang vier zu versetzen. „Die Strecke ist super schnell und sehr speziell. Ich hätte nie gedacht, dass ich den Schweizer „Mister Marathon“ schlagen kann“, sagte Huguenin voller Stolz nach dem Rennen.

Auf Rang fünf rollte Markus Kaufmann über die Ziellinie, der zusammen mit Jochen Käß, Matthias Pfrommer und Matthias Leisling sein Tempo fahren konnte. Nach seinem harten Winter zeigte er sich gänzlich zufrieden mit seiner Leistung.

Der Lokalmatador Tim Böhme (Team Bulls) konnte seinen Heimvorteil nicht nutzen. „Die Strecke ist technisch einfach, das Rennen ist nur extrem schnell. Das machen die Fahrer so schwer“, erklärte er. „Aber bis nächstes Jahr habe ich ja noch etwas Zeit mit dem Training."

Damen: Solo von Sally Bigham

Vom Startschuss weg bis ins Ziel konnte Sally Bigham bei den Damen (Topeak Ergon Team) das Tempo bestimmen. Schon früh setzte sie sich von ihren Mitstreiterinnen ab und überließ nichts mehr dem Zufall. Kilometer um Kilometer wurde die Lücke zwischen ihr und der Zweitplatzierten, Esther Süss, größer. „Die Strecke ist sehr schnell, gerne hätte es auch technischer sein können“, bilanzierte die Engländerin im Ziel. „Es ist ein guter Kurs für taktisches Fahren.“ Ihre Taktik lautete an diesem Tag: Vollgas bis die Beine schmerzen.

Die Schweizerin Esther Süss erwischte Bigham damit eiskalt. In einem Singletrial verpasste die Eidgenossin den Anschluss an ihre Konkurrentin. Durch die neu eingebauten Passagen in der Strecke wurde sie irritiert und musste Bigham in dem Trail ziehen lassen. Ab da fuhr auch sie allein weiter. Der Marathon im Hegau war für die 42-Jährige eine kurzfristige Entscheidung und durch ihre frühere Cross-Country Karriere passten die kurzen Anstiege eigentlich auch ganz gut. Für die WM 2017 hat Süss ein gutes Gefühl und sieht das Rennen als ein gelungenes Training dafür.

Für Silke Schmidt hingegen war die Strecke schon etwas mühsamer. „Am Anfang erinnerte es mich eher an ein Straßenrennen“, erklärte sie. „Für mich waren es einfach zu wenig Berge.“ Nachdem sie sich von Stefanie Dohrn lösen konnte, wollte sie nichts mehr anbrennen lassen und sicherte sich den dritten Platz.

Fazit: Änderungen wurden gut angenommen

Die 14. Auflage des Rothaus Hegau Bike-Marathon darf man getrost erneut als Erfolg bezeichnen. Die Teilnehmerzahlen bleiben mit 1150 konstant auf hohem Niveau. Weil weniger Lizenzfahrer da waren, konnte man im Hobby-Bereich sogar einen Anstieg verzeichnen.

„Die WM-Generalprobe verlief sehr positiv und wir haben von überall gutes Feedback bekommen“, sagte Organisations-Chef Stephan Salscheider. „Die Änderungen an der Strecke sind gut angekommen und wir können zuversichtlich in Richtung 2017 schauen.“

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